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Als Superhaufen oder auch Supergalaxienhaufen bezeichnet man gravitativ gebundene Ansammlungen mehrerer Galaxienhaufen. Sie gehören zu den größten für uns erkennbaren Strukturen im Universum.

Eine großräumige Betrachtung des Universums zeigt, dass Galaxien nicht gleichmäßig verteilt sind, sondern dass das Universum eine schaum- oder wabenartige Struktur aufweist. Das Innere der Waben entspricht dabei riesigen Leerräumen, den sogenannten Voids. Die Galaxien gruppieren sich – wegen ihrer gegenseitigen gravitativen Anziehung – zu Galaxienhaufen um diese Leerräume herum und bilden sozusagen die Wände der Waben.

In den Schnittbereichen zwischen den Waben ist die Galaxienhaufen-Dichte deshalb höher und hier formierten sich, wiederum infolge der gravitativen Anziehung, Ansammlungen von Haufen, sogenannten Superhaufen. Diese sind, neben den sie miteinander verbindenden Filamenten, die größten bisher entdeckten Strukturen im Weltall. Sie können eine Ausdehnung von einigen hundert Millionen Lichtjahren erreichen und aus mehreren zigtausend Galaxien bestehen. Das Wissen über die Superhaufen ist allerdings noch sehr begrenzt, so ist beispielsweise noch nicht klar, ob die Superhaufen allein durch Gravitation zusammengehalten werden oder ob sie sich aus anderen Vorgängen gruppiert haben. Der Einfluss dunkler Materie, welche ebenfalls eine Rolle spielen kann, ist derzeit Gegenstand weiterer Forschungen. Es kann derzeit nur vermutet werden, dass die dunkle Materie (etwa 74 % aller Materie des Universums) einen deutlich höheren Einfluss auf die Bildung von Superhaufen hat als bisher angenommen.

(Quelle: WIKIPWDIA)

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