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Kompass-Anthrazit

Satyr-Kompass für die Geschichte Anthrazit

Anthrazit, 08/2380 ist die 15. Geschichte aus der Reihe DA GEDACHTE EIN ZWEITER DES SATYRS. Sie wurde im Dezember 2012 veröffentlicht.

Während sich Captain Ligeti auf eine Theateraufführung an Bord der USS SATYR freut, ereignet sich im All Merkwürdiges.

Leseprobe

Ein improvisiertes Treffen in der Beobachtungslounge begann mit dem Schweigen tiefer Verunsicherung.
»Wo ist eigentlich Commander Heyse?«, fragte der taktische Offizer. »Soll ich ihn rufen?«
»Computer: Commander Heyse lokalisieren«, sprach Ligeti, die Antwort der künstlichen Stimme war freundlich und vertraut.
»Commander Heyse befindet sich in der großen Theaterhalle.«
»...und weiß vermutlich von nichts«, ergänzte der Captain. Er klang nachdenklich, über seinen eben getätigten Ausspruch reflektierend hoffte er indes, es wirke nicht so, als beneide er seinen Ersten Offizier in der gegenwärtige Lage.
»Ich werde ihn rufen...«, sagte der taktische Offizier und hob bereits seine Hand, um den Kommunikator zu aktivieren, da versetzte Captain Ligeti:
»Damit er genau was unternimmt?«
Von der ernüchternden Wirkung dieses Kommentars war er selbst überrascht. Dennoch traf sie zu einem nicht vollkommen geringen Anteil seine innere Befindlichkeit: was konnte unternommen werden? Roter Alarm, das Theaterstück ebenso unterbrechen wie all die anderen natürlichen Vorgänge an Bord des Schiffs um sich dem Ausnahmezustand zu stellen? Das eigentliche Problem, so befand Ligeti und artikulierte es gegenüber seines Stabes auch so, war gerade, dass sie sich in einer Situation befanden, in der die üblichen Mittel keinen Erfolg versprachen. Für Schlachten rüstet man sich durch die Stärkung der Defensive, in den eigentlichen Kampfsituationen setzt man auf die Kraft der Offensivsysteme. In diplomatischen Krisen vertraut man auf die Wirkung der Worte und den guten Willen und die Überzeugungskraft, sowie den Verstand und die Empathie im Umgang mit dem Gegenüber. Hier war nichts zu gewinnen und, wollte man es zwanghaft positiv ausdrücken, auch nichts mehr zu verlieren.

Handlung

An Bord der SATYR gastiert ein Ensemble, das das neue Theaterstück der Deltanerin Iniaj, "Das Ende der Zukunft", aufführt. Da das Schiff derzeit keiner Mission zugewiesen ist und die Reise normal verläuft - lediglich nicht verortbare Energiesignaturen werden aufgefangen - und seine Anwesenheit auf der Brücke somit nicht erforderlich ist, entschließt sich Captain Ligeti dazu, der Aufführung beizuwohnen. Unmittelbar vor Beginn der Aufführung fühlt sich Ligeti an eine belastende Begebenheit aus der Vergangenheit erinnert. Als das Stück beginnt, befindet er sich in einer ähnlichen Gemütsverfassung wie die Figur der deltanischen Gottheit. Ihr wird geraten, den Fehler der Schöpfung zu korrigieren, indem diese an das Ende ihrer Zukunft versetzt wird. Bald nach dieser Szene wird Ligeti zur Brücke gerufen.

In einem verschwindend geringen Zeitraum hat sich ohne Vorwarnung der die SATYR umgebende Weltraum radikal geändert. Alle Messwerte scheinen die Haßlein-T’Nur-Theorie zu bestätigen, die Zustände in der letzten Entwicklungsphase des Universums beschreibt.

Ligeti erkennt die Ähnlichkeiten, die ihre Situation zu der der Figuren im Theaterstück aufweist. Er bringt seine Vermutung, der Schaupieler der Gottheit - ein Inkote - verfüge über telepathische Fähigkeiten, mit denen er die Zuschauer für die Szenen empfänglich macht, mit den merkwürdigen Energiesignaturen in Verbindung, um die Ereignisse zu erklären.


Interpretation

"Anthrazit" rückt die Kunstrezeption als zentrales Plotelement in den Vordergrund.

Zur Emphase der Bedeutung des Theaterstücks "Das Ende der Zukunft" wurde die Textpassage, die einen kurzen Ausschnitt des Stück wiedergibt, in Präsens verfasst.


Folgen-Download

Anthrazit, 08/2380 als PDF-Datei


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